Wie bürstet man Remy-Extensions, ohne sie zu strapazieren?
Oft sind es die kleinen Gewohnheiten, die darüber entscheiden, wie lange sich deine Extensions genauso weich, glänzend und schön anfühlen wie am Tag des Einsetzens. Bei der Frage, wie man Remy-Extensions ohne Schäden bürstet, geht es nicht darum, öfter zu bürsten, sondern um die richtige Technik, die richtigen Werkzeuge und etwas zusätzliche Vorsicht an den Befestigungen. Wenn du es richtig machst, schützt du sowohl dein eigenes Haar als auch die Längen, die dir dieses natürliche, füllige Gefühl verleihen.
Wie bürstet man Remy-Extensions ohne Schäden?
Beginne immer an den Spitzen. Halte das Haar anschließend an einer Stelle knapp oberhalb des Bereichs, den du bürstest, gut fest und arbeite dich Schritt für Schritt nach oben zu den Längen und schließlich zu den Befestigungen vor. So ziehst du kleine Knoten nicht von der Wurzel bis nach unten, was häufig unnötige Schäden und Unbehagen verursacht.
Gehe sanft vor, auch wenn du es eilig hast. Remy-Haar besteht aus echtem Haar und verdient dieselbe Pflege wie dein eigenes Haar - bei Extensions musst du an den Befestigungen jedoch besonders vorsichtig sein. Das Ziel ist nicht, die Bürste schnell durch das Haar zu ziehen. Das Ziel ist, das Haar zu entwirren, ohne die Befestigungen zu belasten oder die Längen abzubrechen.
Bei Clip-ins und Ponytails nimmst du das Haar am besten heraus, bevor du es gründlich bürstest. Halte die Kante oder die Befestigung fest, während du die Längen entwirrst, besonders wenn das Haar im Laufe des Tages etwas verfilzt ist. Tape-ins, Keratin, Genius Weft und Butterfly Weft bürstest du dagegen im eingesetzten Zustand. Dabei sorgt ein sanfter Griff nahe den Befestigungen für Entlastung deines natürlichen Haars.
Wähle eine Bürste, die Haar und Befestigungen schont
Die richtige Bürste macht einen größeren Unterschied, als man vielleicht denkt. Eine Extensionsbürste mit weichen, flexiblen Borsten und ohne kleine Noppen an den Enden ist oft die sicherste Wahl. Sie gleitet durch die Längen, ohne sich in Tape-Befestigungen, Keratin-Befestigungen oder der Naht eines Wefts zu verfangen.
Vermeide harte Bürsten mit dicht sitzenden Kunststoffstiften, da sie sich leicht in den Befestigungen verhaken und Zug erzeugen können. Ein gewöhnlicher Entwirrungskamm mit breiten Zinken kann bei leicht verfilzten Spitzen funktionieren, sollte in der Nähe der Befestigungen jedoch vorsichtig verwendet werden. Dort ist eine weiche Extensionsbürste meist besser.
Wenn du Luxury-Haar mit intakter Schuppenschicht hast, stellst du oft fest, dass es weich bleibt und sich mit der Zeit leichter entwirren lässt. Original ist ebenfalls eine schöne Option, benötigt jedoch möglicherweise etwas konsequentere Feuchtigkeitspflege und vorsichtigeres Bürsten, da die Schuppenschicht des Haars stärker bearbeitet ist. Unabhängig von der Qualität gilt dieselbe Technik: ruhig, methodisch und ohne zu reißen.
So bürstest du trockenes Haar
Trockenes Haar sollte mindestens morgens, bei Bedarf im Laufe des Tages und vor dem Schlafengehen durchgebürstet werden. Teile das Haar in zwei bis vier Partien, wenn du viel Haar, zusätzliche Länge oder mehrere Reihen Extensions hast. So erreichst du alle Bereiche gründlich, ohne alles auf einmal zu ziehen.
Lege eine Hand über oder direkt oberhalb der Befestigungen. Bürste zuerst die untersten fünf bis zehn Zentimeter der Längen, setze die Bürste dann etwas höher an und arbeite dich Stück für Stück weiter. Wenn die Längen glatt sind, kannst du vorsichtig näher am Ansatz beginnen und nach unten bürsten.
Bei Tape-ins, Keratin und Wefts ist es außerdem sinnvoll, das Haar an den Befestigungen vorsichtig mit den Fingern zu separieren. So verhinderst du, dass sich lose Haare verfangen und nahe der Kopfhaut kleine Knoten bilden. Es sollte sich weich und einfach anfühlen - niemals so, als müsstest du kämpfen.
So bürstest du nach dem Duschen
Nasses Haar ist besonders empfindlich. Deshalb solltest du nicht sofort kräftig bürsten, wenn du aus der Dusche kommst. Drücke zunächst vorsichtig das Wasser mit einem weichen Handtuch aus. Rubbele die Längen nicht, da die Reibung das Haar aufrauen und dazu führen kann, dass es sich leichter verfilzt.
Trage anschließend ein leichtes feuchtigkeitsspendendes Leave-in-Produkt oder ein Entwirrungsspray auf die Längen auf, nicht direkt auf die Befestigungen. Beginne mit den Fingern zu entwirren und bürste anschließend mit einer weichen Bürste von den Spitzen nach oben. Bei einer länger haltenden Methode ist es sinnvoll, die Befestigungen nach dem Waschen vollständig trocknen zu lassen. Feuchtigkeit, die in der Nähe der Befestigungen bleibt, kann sowohl den Tragekomfort als auch die Haltbarkeit beeinträchtigen.
Wie leicht du dein Haar im nassen Zustand bürsten kannst, hängt etwas von deinem Haartyp ab. Bei feinen, glatten Längen kann es ausreichen, das Haar vor dem Föhnen sehr vorsichtig zu entwirren. Bei lockigem oder welligem Haar ist ein Kamm mit breiten Zinken in den Längen möglicherweise schonender, gefolgt von einer Extensionsbürste, wenn das Haar fast trocken ist.
Die häufigsten Fehler, die Extensions strapazieren
Der häufigste Fehler besteht darin, an der Kopfhaut zu beginnen und die Bürste durch einen Knoten nach unten zu ziehen. Dadurch sammelt sich der gesamte Widerstand an einem einzigen Punkt, und die Belastung trifft sowohl die Längen als auch die Befestigungen. Beginne stattdessen immer unten.
Ein weiterer Fehler ist, zwischen dem Bürsten zu lange zu warten. Kleine Knoten lassen sich leicht lösen, aber wenn sie nach dem Training, bei Wind, durch Schals oder nach einem langen Arbeitstag bestehen bleiben, können sie schnell größer werden. Ein kurzes, sanftes Bürsten dauert weniger als eine Minute und hilft dem Haar, sein geschmeidiges Gefühl zu bewahren.
Auch wenn du mit offenem Haar schläfst, kann mehr Verheddern entstehen als nötig. Bürste die Längen abends durch und binde das Haar zu einem lockeren Zopf oder einem tiefen, weichen Pferdeschwanz zusammen. Binde es nicht an der Kopfhaut zu straff, besonders nicht bei Tape-ins, Keratin oder Weft. Ein Kissenbezug aus einem glatteren Material kann außerdem die Reibung während der Nacht verringern.
Sei auch bei Produkten vorsichtig, die einen schweren Film hinterlassen. Zu viel Trockenshampoo, Texturspray oder Öl kann das Haar rau anfühlen lassen und dazu führen, dass es schneller Schmutz ansammelt. Wenn sich das Haar trotz richtiger Bürsttechnik verheddert anfühlt, ist das oft ein Zeichen dafür, dass die Längen Feuchtigkeit, ein milderes Produkt oder eine gründlichere Waschroutine benötigen - nicht stärkeres Bürsten.
Passe das Bürsten an deine Methode an
Clip-ins kannst du besonders gut pflegen, da du sie im herausgenommenen Zustand bürsten kannst. Lege sie flach hin oder halte sie an der Kante gut fest, bürste zuerst die Spitzen und bewahre sie ordentlich auf, wenn du sie nicht verwendest. Bürste niemals aggressiv direkt an den Clips.
Bei Tape-ins ist es wichtig, vorsichtig über die Befestigungen zu bürsten und Gegendruck zu geben, wenn du nahe der Kopfhaut arbeitest. Vermeide es, die Bürste unter das Tape zu drücken. Wenn du merkst, dass eine Strähne zu rutschen begonnen hat, hängen bleibt oder sich nahe der Befestigung verfilzt, solltest du nicht versuchen, das Problem mit Kraft zu lösen. Bitte stattdessen deine Friseurin, deinen Friseur oder eine Extensions-Spezialistin um Hilfe.
Keratin-Befestigungen erfordern dieselbe ruhige Technik. Hier kannst du außerdem jeden Tag mit den Fingern die Befestigungen ertasten. So bemerkst du lose Haare, bevor sie sich ansammeln können. Bei Wefts ist es besonders hilfreich, beim Bürsten sowohl oberhalb als auch unterhalb der Reihe heranzukommen, ohne an der eigentlichen Naht zu ziehen.
Wenn sich das Haar stärker als gewöhnlich verfilzt
Manchmal werden auch hochwertige Extensions trockener oder lassen sich schwerer entwirren, besonders nach dem Sommer, dem Schwimmen, Hitzestyling oder einer Phase mit sehr trockener Raumluft. Halte dann inne und behandle das Haar sanft, anstatt zu versuchen, das Problem einfach herauszubürsten.
Teile das Haar in kleinere Partien, verwende ein leichtes Entwirrungsprodukt in den Längen und arbeite zunächst mit den Fingern. Beginne am unteren Ende des Knotens und löse ihn Stück für Stück. Sitzt der Knoten nahe einer Befestigung, solltest du besonders vorsichtig sein. Zug an der Kopfhaut musst du niemals akzeptieren, um schönes Haar zu bekommen.
Wenn sich das Haar trotz einer schonenden Routine weiterhin verheddert, kann eine professionelle Kontrolle sinnvoll sein, besonders wenn du eine länger haltende Methode trägst. Die richtige Haarmenge, eine korrekte Platzierung und regelmäßiges Erneuern machen einen großen Unterschied dafür, wie einfach sich Extensions in deinen Alltag integrieren.
Deine Extensions sollen dir das Gefühl geben, schön, frei und selbstbewusst zu sein - nicht wie ein Projekt, das vor dem Spiegel einen Kampf erfordert. Nimm dir jeden Tag ein paar ruhige Minuten für dein Haar und lass das sanfte Bürsten zu einem kleinen Moment der Pflege für dein Haar und dich selbst werden.